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18 Entwürfe für 8 Fenster (der Stadtbibliothek Bielefeld 2004):

Der Ort, die Frage, was ein »künstlerisch überzeugendes Konzept«, was »Dekoration« ist – und was davon ist realistisch realisierbar. Abschließend also: eine Verständnisfrage: wer sieht was wie?

Die erste Idee (03: Pendel): wenn man sich vorstellt, abends in der gegenüberliegenden, durch eine 4-spurige Straße getrennten Eisdiele zu sitzen und eine über alle 8 Fenster gehende, an- und abschwellende, durchgehende Pendelbewegung als »Beleuchtung« eisessend zu genießen: einfach schön. Andererseits warf die Idee die Frage auf: muss ein künstlerisches Konzept sprachlich »unterfüttert« sein – damit es sich selber in einen Kunst-Kontext einordnet/einordnen läßt? So und ähnlich entwickelte sich aus einem Entwurf der nächste. Die abschließende Frage war: läßt sich dieses Nachdenken über »Kunst« sichtbar darstellen?

Zunächst einmal der Ort. Die Übersicht zeigt die wesentlichen Verbindungslinien zwischen den Entwürfen (einfache Pfeile bezeichnen die Beziehungen; rote Doppelpfeile bezeichnen Widersprüche – nicht alle möglichen sind angegeben). Klickt man die roten Punkte an, öffnet sich jeweils eine Seite mit den Entwürfen. Zum besseren Verständnis sind die Zuordnungen auch als Liste bezogen auf den einzelnen Entwurf verfügbar .

Die Frage nach der technischen Realisierbarkeit wurde in die Übersicht nicht aufgenommen – weil sich dass jede/r selbst überlegen kann.

Anlaß war eine Ausschreibung vom frauenkunstforum-owl e.V. 2004:

»235 x 157 x 58: die 8 fenster zu ein-seh-bar«

Thema:

»Es handelt sich um ein Projekt in 7 (8?) Fenstern der Stadtbibliothek Bielefeld an der Herforder Straße, jeweils 4 Fenster rechts und links vom Eingang. Die Maße sind 235 x 157 x 58 cm. Zum Innenraum hin sind diese Fensternischen geschlossen mit weißen Lamellen. Erwartet wird ein Gesamtkonzept für alle Fenster. Ein Thema ist nicht vorgegeben.« Im Rahmen der Nachfragen ergab sich weiter: »die arbeiten werden anonymisiert der jury zur beurteilung vorgelegt, damit ist gewährleistet, daß das künstlerisch überzeugende konzept im vordergrund steht und nicht der name der künstlerin oder dekorative effekte«. Für die Realisierung waren 3.000 Euro ausgeschrieben.

Leider wurde die Serie nicht als Serie akzeptiert: Dies wäre nicht eine Arbeit, sonder mehrere, aus denen eine herausgesucht werden müsste. Das ging leider nicht. Also war eine Teilnahme nicht möglich.